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ART-gerecht e.V. Kultur und Justiz im historischen Amtsgerichtsgebäude Bremerhaven

Justiz, Kunst und Kultur – Ein neuer Verein hat sich gegründet -
Im Amtsgericht Bremerhaven begegnen sich Justiz, Kunst und Kultur

Am 25. September 2007 hat sich der Verein

ART-gerecht e.V. Kultur und Justiz im historischen Amtsgerichtsgebäude Bremerhaven

gegründet.

Schon vor der Gründung des Vereins war das Amtsgericht Bremerhaven bestrebt, sich durch Ausstellungen, Theateraufführungen, Vorträge und Fortbildungsveranstaltungen für interessierte Bürgerinnen und Bürger zu öffnen. Diese Veranstaltungen sollen auf der organisatorischen Basis des gegründeten gemeinnützigen Vereins fortgeführt werden.

Der Verein erfährt schon jetzt breite Unterstützung. Es haben sich Vertreterinnen und Vertreter unterschiedlichster Institutionen zusammengefunden, die dieses Vorhaben begeistert hat und die sich aktiv in die Vereinsarbeit einbringen wollen. Als Gründungsmitgliedern haben neben dem Initiator, dem Präsidenten des Amtsgerichts Bremerhaven Uwe Lissau, unter anderem Vertreterinnen und Vertreter der Ortspolizeibehörde, der sozialen Dienste der Justiz, der Hochschule, des Designlabors, des Lehrerfortbildungsinstituts und der Anwaltschaft mitgewirkt.

Amtsgerichtspräsident Uwe Lissau: „Ich verbinde mit der Vereinsgründung auch die Hoffnung, dass es uns auf diese Weise gelingt, den eingeschlagenen Weg der Öffnung des Gerichts fortzusetzen und damit den Bürgerinnen und Bürgern einen weitergehenden Zugang zur Justiz zu ermöglichen. Ich bin mir sicher, dass uns das Wissen und die Erfahrungen unserer Mitglieder neue Perspektiven eröffnen werden. Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit.“

Mit der szenischen Lesung „Der Prozess der Jeanne d'Arc zu Rouen 1431“ von Bertolt Brecht im historischen Strafgerichtssaal des Amtsgerichts präsentierte ART-gerecht e.V. bereits sein erstes Projekt.

Der Prozess der Jeanne d'Arc wurde in lateinischer Sprache täglich protokolliert. Ein Original, hergestellt für den Bischof Cauchon von Beauvais, befindet sich in der Deputiertenkammer von Paris. Auf Grund dieses Protokolls sowie der Gutachten von Zeitgenossen hat Anna Seghers ein Hörspiel geschrieben. Bertolt Brecht (1898 - 1956) hat es 1952 zur Dramatisierung für das Berliner Ensemble benutzt.

Jeanne D'Arc, das Bauernmädchen aus Lothringen, fühlte sich durch göttliche Berufung zur Befreiung des von den Engländern belagerten Orleans bestimmt - 1430 wurde sie bei Compiegne gefangen genommen und von den Engländern als Ketzerin verbrannt. Im Jahr 1920 wurde sie als "Jungfrau von Orleans" heiliggesprochen.

Das Bild zeigt Rechtsanwältin Angela Ruff, Vorstand der KSK Dr. Götz Pätzold und Amtsgerichtspräsident Uwe Lissau in den Räumen des Vereins „Rückenwind für Leher Kinder e.V.“  , jpg, 64.3 KB
Rechtsanwältin Angela Ruff, Vorstand der KSK Dr. Götz Pätzold und Amtsgerichtspräsident Uwe Lissau in den Räumen des Vereins „Rückenwind für Leher Kinder e.V.“

Der Erlös der Aufführungen kam dem Verein „Rückenwind für Leher Kinder e.V.“ zugute.

Das Projekt wurde von der Kreissparkasse Wesermünde-Hadeln gefördert.

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Schauspieler Martin Kemner bei einer der Aufführungen
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Das Ensemble Martin Kemner, Susanne Schwan und Peter Koettlitz mit Amtsgerichtspräsident Uwe Lissau